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Georgien vs. Dubai vs. Malta: Wo lohnt es sich wirklich zu leben und Steuern zu sparen?

Georgien vs. Dubai vs. Malta: Wo lohnt es sich wirklich zu leben und Steuern zu sparen? — GTP Blog

Drei Länder, eine Frage: Wo gehört Ihr Leben hin?

Sie haben Ihren deutschen, österreichischen oder Schweizer Steuerberater satt. Sie möchten mehr von dem behalten, was Sie verdienen. Sie denken über einen Neuanfang nach – irgendwo, wo die Sonne scheint, die Bürokratie überschaubar ist und das Finanzamt nicht bei jedem zweiten Euro die Hand aufhält.

Drei Namen tauchen in diesem Gespräch immer wieder auf: Georgien. Dubai. Malta.

Alle drei haben echte Vorteile. Aber sie sind nicht gleich – und für viele Menschen passt nur einer wirklich. Dieser Artikel hilft Ihnen, ehrlich zu vergleichen.

Georgien nutzt ein Territorialprinzip: Besteuert wird grundsätzlich nur Einkommen aus georgischer Quelle. Wer als Freelancer oder Dienstleister Kunden im Ausland bedient und in Georgien lebt, kann seinen Steuersatz auf 1% des Umsatzes senken – durch den sogenannten Small Business Status, der bis zu einem Jahresumsatz von 500.000 Georgischen Lari (rund 175.000 €) gilt. IT-Unternehmen können sich als Virtual Zone registrieren und zahlen dann 0% Körperschaftssteuer auf Auslandsumsätze. Reinvestierte Gewinne bleiben steuerfrei – Georgien folgt dem estnischen Modell: Steuern fallen erst bei Ausschüttung an, und dann zu 15%.

Dubai ist nach wie vor verlockend: Privatpersonen zahlen 0% Einkommensteuer – kein Gehalt, keine Dividende, kein Kapitalgewinn wird besteuert. Seit 2023 gibt es allerdings eine Körperschaftssteuer von 9% auf Gewinne über ca. 100.000 USD. Wer eine Free-Zone-Gesellschaft betreibt und ausschließlich qualifizierte Auslandseinnahmen erzielt, kann weiterhin 0% Körperschaftssteuer zahlen – allerdings nur unter bestimmten Substanzvoraussetzungen, die zunehmend strenger werden.

Malta arbeitet mit einem Rückerstattungssystem: Formal zahlen Unternehmen 35% Körperschaftssteuer – aber über eine Holding-Struktur lässt sich bis zu 6/7 dieser Steuer zurückfordern, womit der effektive Satz auf rund 5% sinkt. Für Privatpersonen mit Non-Domiciled-Status gilt: Auslandseinkommen, das nicht nach Malta überwiesen wird, bleibt steuerfrei. Es gibt jedoch eine jährliche Mindeststeuer von 15.000 €.


Lebenshaltungskosten: Was bleibt wirklich übrig?

Niedrige Steuern nützen wenig, wenn das Leben selbst teuer ist.

Georgien ist hier unschlagbar günstig. Eine moderne Zweizimmerwohnung im Zentrum von Tiflis kostet zwischen 500 und 900 € im Monat. Ein gutes Abendessen zu zweit: 15–25 €. Coworking ab 100 € im Monat. Das Gesamtbudget eines komfortablen Expat-Lebens liegt oft bei 1.500–2.500 € – inklusive allem.

Dubai ist das genaue Gegenteil. Die Mieten sind seit 2022 stark gestiegen – eine anständige Zweizimmerwohnung in einer guten Lage kostet schnell 2.500–4.000 € im Monat. Dazu kommen hohe Kosten für Schulen, Krankenversicherung, Restaurantbesuche mit Alkohol und Transportmittel. Wer in Dubai wirklich gut lebt, gibt schnell 6.000–10.000 € im Monat aus – manchmal deutlich mehr.

Malta liegt in der Mitte. Wohnkosten von 1.200–2.000 € für eine gute Wohnung sind realistisch, das allgemeine Preisniveau entspricht dem südeuropäischen Durchschnitt. Malta ist kein Schnäppchen – aber deutlich erschwinglicher als Dubai.


Lifestyle & Kultur: Wo fühlt man sich zu Hause?

Das ist der Faktor, den viele unterschätzen – und der nach ein paar Monaten zum entscheidenden wird.

Georgien überrascht. Wer ein kleines, rückständiges Land erwartet, wird von Tiflis eines Besseren belehrt: lebhafte Altstadt, exzellente Restaurants, eine kreative und internationale Community, außergewöhnliche Natur in unmittelbarer Nähe. Die Georgier sind von einer Herzlichkeit, die man nicht kaufen kann. Die Kultur ist reich, die Geschichte jahrtausendalt, der Wein legendär. Wer offen ist für Neues, wird Georgien lieben.

Dubai bietet Luxus – auf Hochglanz. Alles ist neu, alles ist groß, alles ist effizient. Als Westeuropäer ist man willkommen, solange man konsumiert und die Regeln respektiert. Kulturelle Tiefe sucht man vergeblich. Alkohol ist erlaubt, aber teuer und eingeschränkt. Für Frauen gelten unausgesprochene Erwartungen an Kleidung und Verhalten. Freiheit im europäischen Sinne – Redefreiheit, gesellschaftliche Offenheit, politischer Pluralismus – existiert nicht. Viele beschreiben Dubai als einen Ort, an dem man gut arbeitet und gut verdient – aber nicht wirklich lebt.

Malta fühlt sich vertraut an: europäisches Recht, EU-Mitglied, Englisch als Amtssprache, mediterrane Lebensart. Die Insel ist klein – was als Gemütlichkeit beginnt, kann nach Monaten zur Enge werden. Die Infrastruktur ist solide, die Community internationaler Expats gut vernetzt, die Bürokratie gelegentlich zäh.


Georgien ist die klare Wahl für Freelancer, digitale Nomaden und Unternehmer, die günstig und unkompliziert leben und fast nichts an Steuern zahlen wollen – und dabei eine außergewöhnliche Kultur und echte Gastfreundschaft entdecken möchten.

Dubai lohnt sich vor allem für Gutverdiener, die das Luxusleben schätzen, hohe Unternehmensgewinne haben und mit der kulturellen Einschränkung leben können.

Malta ist die beste Wahl für alle, die EU-Rechtssicherheit brauchen, auf europäische Lebensstandards nicht verzichten wollen und eine moderate Steuerlast akzeptieren.

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